Diese Farbmaus ist die Tochter einer maus aus dem Gartencenter Dehner, die bereits beim Kauf trächtig war. Das Tier ist inzuchtgeschädigt, immunschwach und hat einen massiven Bandwurmbefall, der auf Menschen übertragbar ist.

Tierschutzgesetz

Laut §§2, 2a TierSchG soll die Maus von ihrem Halter ihren Bedürfnissen und ihrer Art entsprechend ernährt, untergebracht und gepflegt werden. In seinem Grundsatz §1 strebt das Tierschutzgesetz an, „… aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf, dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen“

Infosites zum Tierschutz

Auch Mäuse werden krank. Diese Farbmaus braucht Hilfe von einem fachkundigen Tierarzt.
Auch Mäuse werden krank. Diese Farbmaus braucht Hilfe von einem fachkundigen Tierarzt.

Das Tierschutzgesetz über artgemäße Haltung

§ 2

Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat,

  1. muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen,
  2. darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden,
  3. muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.

§2 findet in der alltäglichen Mäusehaltung und auch in Tierheimen kaum Anwendung: Die Tiere vegetieren in zu kleinen Käfigen mit falschen, gesundheitsschädlichem Inventar und Futter vor sich hin. Sie erhalten keine ausreichende tierärztliche Behandlung, langweile nsich zu Tode, erkranken physisch und psychisch. Des Halters liebste Ausrede: „Das geht schon, die fühlt sich wohl.“ Woher jedoch kann der Halter wissen, ob er den Ansprüchen des Tieres gerecht wird? Bequemlichkeit geht meist vor das Tierwohl.

Die Maus gilt als Wegwerfprodukt: Schnell ist Ersatz für das Tier gekauft. Warum also dem Kleinvieh ein mausgerechtes Leben bieten? Zumal Misstände in der Mäusehaltung schwerer nachzuweisen sind als beim Pony auf der Weide oder beim Hund von nebenan.

Das Tierschutzgesetz über das Aussetzen von Tieren

§ 3.4

Es ist verboten,

3. ein im Haus, Betrieb oder sonst in Obhut des Menschen gehaltenes Tier auszusetzen oder es zurückzulassen, um sich seiner zu entledigen oder sich der Halter- oder Betreuerpflicht zu entziehen,

4. ein gezüchtetes oder aufgezogenes Tier einer wildlebenden Art in der freien Natur auszusetzen oder anzusiedeln, das nicht auf die zum Überleben in dem vorgesehenen Lebensraum erforderliche artgemäße Nahrungsaufnahme vorbereitet und an das Klima angepasst ist; die Vorschriften des Jagdrechts und des Naturschutzrechts bleiben unberührt,

Das Aussetzen eines Tieres – ob Katze, Kaninchen oder Maus – ist eine Straftat. Wer gegen §3 des Tierschutzgesetzes verstößt, muss mit Geldstrafen von bis zu 25.000 Euro rechnen. Nicht ohne Grund: Ein Tier auszusetzen bedeutet für das Tier, jeglichen Halt im Leben zu verlieren. Auch für Mäuse ist das Aussetzen ein traumatisches Erlebnis, das bei ihnen bleibende psychische und physische Schäden verursachen kann.

Die typischen Haustiere Farbmaus und Rennmaus sind in der hiesigen Natur nicht überlebensfähig. Sie und auch exotische Mäuse wie Vielzitzenmäuse und Streifenmäuse verenden qualvoll oder werden von Beutegreifern erlegt.