Farbmausböckchen

Pro Farbmaus-Kastration

Pro Farbmaus Kastration

Der Mäuseasyl e.V. klärt im Rahmen dieses Projekts Halter und Tierschutzorganisationen über die Notwendigkeit der Kastration von Farbmausböcken auf. Auch führt der Verein Kastrationen durch und organisiert selbige für Farbmaushalter und Tierheime.

Hilfe für Farbmausböcke

Tierheime, die unkastrierte Farbmausböcke aufgenommen haben, oder private Halter, denen unkastrierte Böckchen untergejubelt wurden, können sich per E-Mail an info[at]maeuseasyl.de an uns wenden.

Gern beraten wir über die sinnvollen Schritte bei der Haltung, Kastration und Vermittlung von Farbmausböcken. Auch organisieren wir Kastrationen.

Blutige Ohren können ein Indiz für Milben sein. Oder eine Verletzung durch Böckchenkämpfe.
Blutige Ohren können ein Indiz für Milben sein. Oder eine Verletzung durch Böckchenkämpfe.

Kastrierte Farbmausböcke

Kastrierte Farbmausböckchen sind nicht selten aufgeschlossener und werden zutraulicher und älter als Farbmausweibchen. Wenn sie in Kindes- und Jugendalter von erwachsenen Farbmäusen ausreichend erzogen wurden, sind sie in der Mäusegruppe sozialer. Der Trupp ist ausgeglichener und es kommt seltener zu Streit.

Unkastrierte Farbmausböcke

Die Farbmausnatur sagt: Nur ein toller Mäuserich darf nachwuchs zeugen. Farbmausböcke, die die Geschlechtsreife erreicht haben, bekämpfen einander bis zum Tod. Manche Mäuse beginnen Streitereien im Kindesalter, andere sind bereits erwachsen. Dabei ist irrelevant, ob Weibchen in der Nähe oder die Böcke verwandt sind.

Farbmausböcke markieren außerdem ihr Revier, was bei den meisten Böcken unerträglich stinkt. Jede Gehegereinigung wird mit heftigerem Markieren abgestraft.

Aus diesen Gründen werden Farbmausböcke kastriert. Nach der Kastration verschwinden Geruch und Aggression. Farbmausböcke können in gleichgeschlechtlichen Gruppen oder in Gruppen mit Weibchen gehalten werden.

Von Artgenossen isoliert: Dieser Farbmausbock lebt in Einzelhaft, weil er nicht kastriert wird. Er leidet an Depressionen und wird zunehmend teilnahmsloser.
Von Artgenossen isoliert: Dieser Farbmausbock lebt in Einzelhaft, weil er nicht kastriert wird. Er leidet an Depressionen und wird zunehmend teilnahmsloser.

Kastrieren, bevor es brenzlig wird

Für die sehr soziale Farbmaus gibt es zwei schlimme Horrorszenarien:

  • Aggressionen anderer Mäuseböcke führen zu lebensgefährlichen Verletzungen und Angst vor Artgenossen. Wer in der Schule gemobbt oder gar in Familie und Umfeld regelmäßig tätlich angegriffen/misshandelt wurde, kann erahnen, wie sich das anfühlt.
  • Einsamkeit ist für die hoch soziale Farbmaus eine Tortur, wodurch psychische Schäden entstehen, die mitunter das restliche Mäuseleben lang nachwirken. Sie leiden am Kaspar-Hauser-Syndrom und bekommen schwerste Depressionen. Mäuse wollen kuscheln, sich gegenseitig putzen, hintereinander herlaufen, und so weiter. Wie wir Menschen wollen sie nicht 24 Stunden am Tag mutterseelenallein ohne jeglichen Kontakt zu Mitmenschen in ihrem Zuhause sitzen.

Darum ist es wichtig, dass Farbmausböcke vor dem ersten Ausbrechen von Aggressionen kastriert werden. Man muss den kleinen Lebewesen weder aggressive Beißereien noch Einzelhaft aussetzen. Ab dem Alter von ca. sechs Wochen, wenn die Hoden gut sichtbar sind und der Mäuserich ein vernünftiges Gewicht erreicht hat, sollte er kastriert werden.

Farbmausböcke in der Kastrationsquarantäne
Farbmausböcke in der Kastrationsquarantäne.

Farbmausböcke in Not

Sie wissen von unkastrierten Farbmausböcken in Tierheim oder sind selbst auf der Suche nach einem Tierarzt, der Ihre Farbmausböcke kastriert? Oder wurden Sie gar übers Ohr gehauen und sitzen vor einem Haufen Böckchen, denen Sie nicht helfen können? Wenden Sie sich per E-Mail an uns: info[at]maeuseasyl-verein.de.

Wir helfen Ihnen und den Farbmausböcken weiter.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir nicht blindlinks alle Farbmausböcke in Not aufnehmen und kastrieren können. Die Farbmauskastration kostet uns im Schnitt 40 Euro pro Mäusemann. Als gemeinnütziger Verein sind wir auf Spenden angewiesen und können nur mit diesen die bitter nötigen Kastrationen finanzieren.