Vagabund schaut aus dem Gehege heraus. Wo bleibt der Mensch mit den Mehlwürmern?

Gehege-Standort

Farbmäuse reagieren empfindlich auf Zugluft, Temperaturschwankungen, Vibrationen, Bewegungen, Geräusche und Gerüche. Ein falscher Gehegestandort kann Krankheitsausbrüche und Streit begünstigen und das Leben der Tiere sogar verkürzen.

Das Farbmausgehege steht in einem ruhigen Raum mit gleichbleibender Temperatur. Gerüche – z.B. von Essen oder Duftkerzen – bleiben ihrer Umgebung genauso fern wie Geräusche. Spielende Kinder, auch wenn sie nur vor sich hinbrabbeln, sind ein wahrer Gesundheitskiller für die Farbmaus.

Farbmausgehege im Kinderzimmer

Im Kinderzimmer hat ein Mäusegehege nichts zu suchen! Hier kommen fast alle unten aufgeführten Mausprobleme zusammen.

Zudem gefährdet ein Zusammenleben von Maus und Kind die Gesundheit auf beiden Seiten – Mäusestreu kann Allergien auslösen und die Geräusche der nachtaktiven Farbmäuse stören den Schlaf des Kindes.

Die Wahl des Gehege-Standorts

Bei der Wahl des passenden Gehegestandorts geht man am besten mit dem Ausschlussverfahren vor: Diese Faktoren sollten bei der Wahl des Standorts beachtet werden:

Zugluft

Zugluft löst Krankheiten wie Atemwegsinfektionen aus. Das Mäusegehege wird in einem Raum untergebracht, in dem es nicht zieht. Während des Lüftens wird das Gehege vollständig abgedeckt, z.B. mit Woll- oder Fleecedecken.

Temperatur

Im Raum, in dem das Farbmausgehege steht, bleibt die Temperatur bei 22 bis 24 Grad. Niedrigere oder höhere Temperaturen schwächen das Immunsystem der Mäuse ebenso wie Temperaturschwankungen.

Vibrationen

Farbmäuse spüren Vibrationen sehr viel stärker als Menschen. Besonders Bodenvibrationen, ausgelöst durch Menschenfüße oder sogar durch am Haus vorbeifahrende Autos, machen ihnen Angst, was ihr Mensch oft gar nicht bemerkt. Denn Stress zeigt sich nicht unbedingt im Verhalten der Maus, da sie als Beutetier Schmerzen und Angst oft verstecken muss, um nicht gefressen zu werden.

Das Farbmausgehege sollte keinesfalls direkt auf dem Boden stehen. Es befindet sich mindestens 30 cm über dem Boden auf einem Sideboard, Fernsehtisch oder anderem Mobiliar. Auch Europaletten sind ein guter Vibrationsdämpfer.

Bewegungen

Für Farbmäuse, die Fluchttiere sind, sind Bewegungen in der Nähe des Geheges ein ähnlich großer Stressfaktor wie Vibrationen. Das Fluchttier Farbmaus empfindet eine instinktive Furcht vor Bewegung. Farbmäuse leben deshalb in ruhigen Räumen, in denen nicht viel am Gehege umhergelaufen und auch keine TV-Geräte in der Nähe stehen.

Steht das Gehege zu niedrig und bewegen sich die Mäusehalter oberhalb des Geheges, sorgt dies für zusätzlichen Stress. Denn Beutegreifer kommen meist von oben.

Geräusche

Ein großer Immunkiller ist eine unruhige Geräuschkulisse. Farbmausgehege haben in Kinderzimmern und Räumen, in denen TV-Geräte, Computer, Radios und Stereoanlagen stehen, nichts zu suchen. Der Lärm, den wir Menschen manchmal nicht mal wahrnehmen, stresst die Tiere. Jedes Geräusch, das sie tagsüber wahrnehmen, kann ihren Schlafrhythmus stören – Farbmäuse sind dämmerungs- und nachtaktiv.

Gerüche

Farbmäuse definieren sich über ihren Geruch als Individuum und Gruppe. Kommt ein fremder Geruch, z.B. Parfum oder zubereitetes Essen, dazu, kann dies zu Stress, eine Schwächung des Immunsystems und zu Streit führen. Die Mäuse wohnen deshalb nicht in Küchennähe und in ihrer Umgebung wird nicht gegessen.

Deo, Räucherstäbchen, Duftkerzen und Co. Stehen nicht im selben Raum wie das Mäusegehege. Auch Katzentoiletten haben in ihrer Umgebung nichts zu suchen.