Rennmaus Papa Maus (l.) und Loui.

Adventskalender 23. Türchen: Rennmaus mit Happy End

Rennmäuse und Happy End – diese Worte in einem Satz zu nennen, ist nicht immer selbstverständlich. Am 23. Dezember erzählen wir euch im Mäuseasyl-Adventskalender von zwei Rennmäusen, die ihr Happy End so sehr verdienen!

Einsame Rennmaus sucht Hilfe

Der Mongolische Rennmausmann Papa Maus mit dem Knick im Schwanz lebte als Begleitmaus für einen sehr alten Rennmaus-Opi in einem vorübergehenden Zuhause. Bis zu seinem Tod umsorgte Papa Maus den alten Gesellen fürsorglich und ertrug den zeitweise schon mal etwas vergesslichen Rennmausmann – denn auch an alten Mäusen gehen Erkrankungen wie Alzheimer nicht vorbei – vorbildlich.

Als der alte Herr schließlich über die Regenbogenbrücke ging, kam Papa Maus zum Mäuseasyl nach Dachau. Zunächst war er dort allein, denn ein passender Partner fehlte.

Rennmaus Louis böse Kollegen

Das sollte sich bald ändern. Denn wenig später wurde Loui, ebenfalls eine männliche Mongolische Rennmaus, beim Mäuseasyl in Dachau abgegeben. Loui hatte Schlimmes erlebt: Sein Schicksal zeigt, dass die Rennmaushaltung in Gruppen risikoreich ist. Denn seine Kollegen hatten ihn aus heiterem Himmel attackiert und praktisch in der Luft zerfetzt.

Eine schlimme Wunde hatte er an der Kehle – eine Rennmaus in Rage macht kurzen Prozess. Louis hatte Glück und überlebte die Attacke. Zurück bleib eine Behinderung, die tiermedizinisch nicht behandelbar ist: Beim Atmen macht Loui aufgrund der inneren Verletzung Knackgeräusche. Ein bisschen erinnert er uns an den guten alten Darth Vader (Loui ist aber viel lieberals der dunkle Lord!) …

Rennmaus Papa Maus.
Rennmaus Papa Maus.

Zwei Rennmäuse finden zueinander

Da Louis in Papa Maus’ Alter war und die zwei charakterlich zueinander passten, machten wir sie einander bekannt. Leider waren die beiden nicht unserer Meinung und das erste Zusammentreffen endete mit einer Auseinandersetzung: Sowohl der einsame Papa Maus als auch der geschundene Loui mussten natürlich den Chef raushängen lassen. Männer …!

Es folgten mehrere Tage Zwangspause. Das schien den beiden eine Lehre, denn das nächste Zusammentreffen war ein Erfolg! Also konnte die Vergesellschaftungsphase beginnen. Die beiden Rennmäuse lernten einander bald schätzen. Gleiches Alter, gleiche Bedürfnisse und ähnliche Charaktere – da muss man einiges gemeinsam haben, oder? Wären sie Menschen, würden Loui und Papa Maus nun regelmäßig zusammen ins Kino gehen und Fußball schauen. Da sie Mäuse sind, buddeln sie allerdings lieber zusammen ihre Höhlengänge und bunkern ihre Leckereien.

Rennmaus Papa Maus (l.) und Loui.
Rennmaus Papa Maus (l.) und Loui.

Ein Zuhause für das Rennmaus-Duo

Rennmaushalter gibt es nicht wie Sand am Meer. Rennmaushalter, die Mäusen mit Behinderung ein neues Zuhause geben, noch viel weniger. Wir dachten schon, dass Papa Maus mit seinem Knickschwanz und Loui mit seiner Darth-Vader-Atmung es in Sachen Vermittlung schwer haben würden.

Doch schon kurz nach der Rennmaus-Vergesellschaftung meldete sich eine liebe Mäusefreundin aus München, die dem wackeren Duo ein Gnadenplätzchen gab. So erfüllte sich für die zwei ein Weihnachtstraum, den niemand für möglich gehalten hätte: Sie durften mit Sack und Pack ins neue Zuhause ziehen!

Wir wünschen allen Mäusen, ob mit oder ohne Makel, ein ebenso liebevolles Zuhause 🙂